Konzern    Übersicht    Drucken    Schriftgröße
Suche

Sie sind hier  Leistungsangebote  Therapeutisches Leistungsspektrum  Elektrokrampftherapie

Elektrokrampftherapie (EKT)

Die Wirksamkeit der Elektrokrampftherapie ist seit den 30er Jahre des letzten Jahrhunderts bei psychischen Erkrankungen bekannt und durch wissenschaftliche Studien gut dokumentiert.

Die EKT wird unter Anästhesie und pharmakologisch muskulären Relaxation vorgenommen. Mit elektrischen Feldern versuchte man die Hirntätigkeit bisher durch die sogenannte Elektrokrampftherapie zu beeinflussen – unter Vollnarkose wird das Gehirn unter Strom gesetzt. Der Schädel ist ein schlechter elektrischer Leiter, so dass man eine hohe Spannung anlegen muss, damit Strom überhaupt fließen kann. Dann überflutet der Stromstoss das gesamte Gehirn, gezielte Interventionen sind nicht möglich. 

Bis heute kann niemand die unbestreitbare anti-depressive Wirkung dieses "Blitzschlages im Gehirn" erklären. Man kennt aber die damit verbundenen Risiken: Neben dem generellen Gesundheitsrisiko einer Vollnarkose gehören dazu in sehr seltenen Fällen vorübergehender Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und Herzversagen. 

Die meisten Psychiater und Neurologen schätzen diese Risiken als vertretbar ein und sind sich darüber einig, dass die Elektrokrampftherapie vielen Depressiven zu Unrecht vorenthalten wird In der Öffentlichkeit überwiegen jedoch die Ängste, und die Ansichten über die Balance zwischen potentiellen Risiken und potentiellen Nuten gehen auseinander – mit ein Grund, weshalb die Elektrokrampftherapie in Europa ur sehr selten angewandt wird, während sie in den Vereinigten Staaten viel weiter verbreitet ist. Die Methode wird in Deutschland bei therapieresistenten Depressionen, bei wahnhaften Depressionen und katatonen Schizophrenien mit gutem Erfolg eingesetzt. 

Zur Durchführung der EKT werden die Patienten in eine kooperierende Klinik verlegt.

 

 

Startseite